Japaner – zwischen Klischees und Realität

– In der japanischen Sprache gibt es keinen Laut, der so klingt wie ein deutsches „R“. Es gibt auch kein reines „L“, eher eine Mischform, diese wird von dem Japaner eingesetzt, wenn ein „R“ verlangt wird. Er muss das deutsche „R“ erst lernen nachzusprechen, da es ihm völlig fremd ist.

– Japaner haben oft O-Beine. Es gibt tatsächlich Massagepraxen in Japan, die auf die Behandlung von O-Beinen spezialisiert sind, diese Massagen kosten etwas 1000,–Euro, die Dauer liegt bei einem Jahr. Da Asiaten weichere Knochen als Europäer haben, kommt es oft zu dieser Beinform.

– Japaner sind klein und arbeiten viel, auch diese Behauptung ist richtig. Ein Japaner ist im Durchschnitt ca. 8 cm kleiner als ein Deutscher, wiegt dabei ca. 19kg weniger. Ihre Kultur zeichnet sich durch hohen Fleiß aus. Im Durchschnitt arbeitet ein Japaner ca. 6 Std. mehr pro Woche, geht dabei 9 Jahre später in den Ruhestand.

– Fast alle Japaner haben Hightech-WCs. In japanischen Elektronikmärkten findet man WCs über 2000 Euro. Diese Toiletten beinhalten eine spezielle Duschmöglichkeit der unteren Extremitäten, sowie einen Föhn. Weiterhin, da Uringeräusche nicht so angenehm sind, hat das WC eine Funktion, die die Spülung nachahmt.

– Japaner fahren viel U-Bahn. Tagtäglich benutzen ca. 8 Millionen Japaner eine U-Bahn. Das liegt unter anderem daran, dass man als Privathaushalt vor der Autobeschaffung einen Parkplatz nachweisen muss. Nur ca. 70% der Japaner haben einen privaten PKW. Vergleich Deutschland, hier sind es ca. 84%. Da die U-Bahnen oft sehr voll sind, gibt es den Beruf des U-Bahn-Stopfers. Bei Überfüllung der Bahnen stopft er mögliche Personen hinterher. Da dies oft dazu führte, dass weibliche Fahrgäste angegrapscht wurden, hat die Regierung Frauenwagen eingeführt.

– Japaner machen Kurzurlaub. Ihnen stehen im Durchschnitt 18 Tage Urlaub zu. Meist werden nur 8 Tage genommen, um vor dem Chef nicht schlecht dazustehen. Diese Urlaube werden dann meist genutzt, um nach Hawaii oder in andere asiatische Länder zu reisen. Ein Kurztrip nach Amerika und Europa ist manchmal auch drin. Immer dabei ist natürlich die berühmte Kamera.

– Japaner sind sehr höfliche Menschen. Die japanische Kultur beruht auf ständigem Lächeln und Verbeugen. Es zollt einem Mitmenschen Respekt. Das Wort „nein“ gibt es dort kaum, denn es wird meist eher umschrieben. Sie versuchen, jeden Wunsch zu erfüllen. Der Deutsche wird deshalb auch nur mittelmäßig höflich empfunden.